Objektivität der Künste
“Würden wir in einer Zeit leben, in der man naiv an die heilende Macht und die Objektivität der Künste glaubt, Kunst und Staat nicht trennt, die Künste aus Steuermitteln reich beschenkt, in den Schulen als Pflichtfächer lehrt, während man die Wissenschaften für Sammlungen von Spielereien hält, aus denen sich die Spielenden bald das eine, bald das andere Spiel auswählen, dann wäre es natürlich ebenso angebracht, darauf zu verweisen, daß die Künste Wissenschaften sind. In einer solchen Zeit leben wir aber nicht.”
Aus: Paul Feyerabend: Wissenschaft als Kunst. Suhrkamp, Frankfurt, 1984, Seite 78.