Low Resolution Aesthetics
Dienstag, Januar 22nd, 2008Laut einem italienischen Gesetz darf eine in der Auflösung verminderte Videokunst als Zitat ins Internet gestellt werden, wenn kein kommerzieller Zweck verfolgt wird. Nun hat sich die Aktion “DegradArte” einen witzigen Aufruf zur Produktion von Videokunst gewissermaßen gemäß einer “Low Resolution Ästhetik”, wenn ich das so nennen darf, ausgedacht. Um diese Ästhetik, die mit der Auflösungsgrenze spielt, zu degradieren, muß man sie gewisserman künstlich besonders hochaufgelöst machen, um ein Bildzitat zu erzielen, mit dem das copyright nicht verletzt wird. Solche Beispiele spielten für mich bei der Ableitung der performativen Wissenschaft ein wichtige Rolle, die ebenfalls mit Modellen, die ihr eigenes Korrektiv enthalten, experimentiert. Eine Performativität, sprich eine Logik, die nicht propositional verfasster Art ist, sorgt für die Auflösung der durch die Reflexivität entstehenden Selbstreferenzialität.